Digitale Doppelgänger: Anleitung für das Composing
Ein Bild sagt mehr als tausend Worte – dieses bekannte Sprichwort gibt es nicht erst seit dem Siegeszug der Digitalfotografie. Jedoch stehen mit dieser Technik beinahe unbegrenzte Möglichkeiten der Bildbearbeitung zur Verfügung. Schließlich werden die Bilder digitalisiert, das heißt direkt auf dem technischem Weg mittels eines Computers visualisierbar. Auch klassische nicht-digitale Bilder, z. B. Dias oder Papierbilder sind mittels eines Scanners digitalisierbar.
Digitale Doppelgänger mittels Composing
Dabei hat sich in den vergangenen Jahren eine Form der Bildbearbeitung besonders etabliert, das sogenannte Composing. Bei dieser Technik werden mehrere Einzelbilder zu einem neuen Bild zusammengeführt. Besonders beliebt ist, ein und dieselbe Person auf einem Bild mehrfach darzustellen. Oft spricht man dabei auch von einem digitalen Doppelgänger auf nur einem Bild. Die Ausrüstung, die man für diese Art der digitalen Fotografie benötigt ist rudimentär. Wichtig ist vor allem eine zweckmäßige Digitalkamera. Am wichtigsten ist, dass man jeweils einen gleichen Hintergrund mit identischer Belichtung wählt. Um dies zu gewährleisten, ist ein Stativ von enormer Bedeutung.
Eine Schritt für Schritt-Anleitung für das Composing
Um einen digitalen Doppelgänger zu erhalten, ist es notwendig folgende Anweisungen zu befolgen
1. Zunächst ist es erforderlich die benötigten Einzelbilder zu schießen. Um unterschiedliche Belichtungen zu vermeiden, sollte die Digitalkamera auf manuelle Belichtung geschaltet werden. Auch sollte die Position des Stativs bei erfolgter Ausrichtung keinesfalls geändert werden. Im Bilderfassungsfeld kann nun die Person nach jedem Bild den Standpunkt beliebig wechseln. Eine Überschneidung ist dabei möglichst zu vermeiden.
2. Im zweiten Schritt wird die Nachbearbeitung am Computer erforderlich. Bei einer evtl. Anpassung von Parametern (z. B. bei Farbkorrekturen) ist zu beachten, dass dies auf allen gemachten Fotos angewendet wird. Ansonsten stimmen diese später nicht überein. Jetzt können die Bilder mit einem Bildbearbeitungsprogramm in sogenannte Ebenen übereinander gelegt werden. Im weiteren Verlauf müssen Ausschnitte (Positionen wo sich Personen befinden) aus den unteren Ebenen in die obere Ebene transferiert werden. In Adobe Photoshop ist dies beispielsweise mit einer Ebenen-Maske möglich. Nun kann mit dem Pinsel-Werkzeug ein Ebenen-Ausschnitt transparent “gemalt” werden. Dadurch erscheint in diesem Bereich die Person aus der zweiten Ebene. Diese Vorgehensweise ist entsprechend fortzuführen, bis alle Personen der Einzelbilder auf dem digitalen Bild erscheinen. Und schon hat mein seine digitalen Doppelgänger.
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