Archiv für November 2010


Zoonar bietet DDP Images als neuen Partner an

25. November 2010 - 16:55 Uhr

Liebe Fotografen,


Es gibt ab Heute Abend einen neuen Partner zur Auswahl in der Zoonar Partnerverwaltung. DDP Images wird Fotos aus allen Zoonar Preis- und Lizenzklassen mit vertreiben. Wir freuen uns sehr über diesen neuen Partner aus Hamburg, mit dem wir vielleicht zukünftig auch noch anderweitig zusammenarbeiten können.


DDP Images ist die Bildagentur der renommierten Nachrichtenagentur DDP mit Sitz in Hamburg. Zoonar wird DDP Images mit Stockfotos beliefern, die als Ergänzung zum vorhandenen Pressebildmaterial an Redaktionen in Deutschland, Österreich, Schweiz, Schweden, Dänemark und Norwegen geliefert werden. Presse- und Eventfotos werden wir NICHT an DDP Images weiterreichen, da DDP hierzu genügend Bildmaterial vorliegt.


DDP Images Fakten im Überblick
Lizenzform RM und RF , keine redaktionellen Fotos !
Preislage alle Preislagen
Sperrfrist 6 Monate
Revenues 60% vom Honorar welches wir von DDP Images erhalten

Kommentieren » | Allgemein

Zoonar bietet neuen Zugang für Presse- und Eventfotografen

25. November 2010 - 16:51 Uhr

Die Bildagentur Zoonar bietet professionellen Presse- und Event-fotografen einen neuen Zugang an, über den Fotos in kürzester Zeit in Picturemaxx-Network eingestellt werden können. Interessierte Fotografen können den Zugang formlos per Mail an info@zoonar.com beantragen. Empfohlen wird hierbei die Zusendung eines Links mit beispielhaften Arbeiten.

Weitere Informationen:

http://www.zoonar.de/event-photos

Kommentieren » | Allgemein

Ein Juwel in meinem Garten

25. November 2010 - 11:43 Uhr

Foto: Manfred Delpho, Zoonar-Bildnummer: 64473

Ein kurzer hoher Pfiff, und plötzlich ist er da! Ein funkelndes Juwel, das sich auf einer vom Abendlicht vergoldeten Sitzwarte niederlässt: Der Eisvogel. Dieser wohl schönste und farbenprächtigste Vogel lässt den Puls von Manfred Delpho höher schlagen. Fast täglich sitzt er in seinem Tarnzelt am Ufer des Teiches und beobachtet den “Kingfisher” bei seiner Arbeit.

Foto: Manfred Delpho, Zoonar-Bildnummer: 64452

Ein junges Eisvogel-Weibchen, zu erkennen am fleischfarbenen Unterschnabel, hat sich seinen Gartenteich als Jagdrevier ausgesucht. Vermutlich wollte es seinen Speiseplan erweitern. Meist wurden Larven, Insekten und auch kleine Frösche erbeutet. Fische fehlten zu dem Zeitpunkt gänzlich im Teich. Doch seine Fischration holte sich der Vogel im angrenzenden Bachlauf. Den ganzen Herbst über änderte sich nichts. Regelmäßig fand sich der Eisvogel am Teich ein und Manfred Delpho konnte eingehend das Verhalten und die verschiedensten Jagdtechniken des wundervollen Vogels beobachten.

Foto: Manfred Delpho, Zoonar-Bildnummer: 64465

Das er sein bestes “Fotomodell” ausgerechnet im eigenen Garten finden würde, hätte sich Manfred Delpho dennoch nie träumen lassen. Der Winter, der dem gefiederten Modell bevorstand, schickte sich an, ein „Jahrhundertwinter“ zu werden. Nach der ersten strengen Frostperiode waren alle Bäche und Teiche in der näheren Umgebung zugefroren. Da es sich bei seinem Teich um einen Quellteich handelt, vereisten einige Quadratmeter Wasserfläche nicht. Das nutzte der kleine Fischjäger aus. Er blieb Herrn Delpho treu und beherrschte von nun an sein Leben.

Da es mit zunehmender Frostdauer für den Eisvogel immer schwieriger wurde Nahrung finden, brachte der Naturfotograf zusätzlich Kleinfische im Teich aus. Natürlich wusste er damals noch nicht, auf was er sich da einließ: Dass der strenge Winter bis zum März dauern sollte und dass er nun täglich etwa vier Stunden bei Minustemperaturen im Eisvogelrevier verbringen würde.

Allmählich verlor der Eisvogel seine Scheu. Schließlich konnte sich Manfred Delpho bis auf wenige Meter annähern. Tag für Tag stürzte sich der Vogel ins eisige Wasser. Bei sehr strengem Frost erbeutete er bis zu 50 Fischchen am Tag, viel mehr als in der Fach-Literatur beschrieben wird. Geduldig lauert er auf einem Ast dicht über dem Wasser, bis er einen geeigneten Fisch entdeckt hat. Dann geht alles blitzschnell: Mit angewinkelten Flügeln taucht er ins Wasser, um seine Beute mit dem Schnabel zu packen. Nur jeder zehnte Fischzug ist erfolgreich, und um satt zu werden, muss der kleine Vogel täglich mehr als 100mal tauchen gehen.

Foto: Manfred Delpho, Zoonar-Bildnummer: 64486

Foto: Manfred Delpho, Zoonar-Bildnummer: 64476

Nach jedem Tauchgang wurde das Wasser aus dem Gefieder geschüttelt und ausgiebig Gefiederpflege betrieben, überlebenswichtig bei Frost, da die Federn sonst zusammenfrieren könnten. Zur Ruhe begab sich der Eisvogel meist in das angrenzende windgeschützte Gebüsch. Das dichte Gefieder wurde aufgeplustert und der Kopf zum Schlafen in das Rückengefieder gesteckt. Einmal benutzte er als Schlafplatz auch das Tarnzelt von Manfred Delpho. Durch eine Öffnung konnte er das schöne Tier aus allernächster Nähe betrachten. Ein unvergessliches Erlebnis. Einer dieser Momente, für die Manfred Delpho Naturfotograf geworden ist.

Manfred Delpho

Vom Genießen der Natur war es ein kleiner Schritt hin zu dem Wunsch, ihre Vielfalt festzuhalten und zu fotografieren. Über viele Jahre hinweg haben Manfred Delpho (57) und seine Frau Gisela (55) versucht die Schönheiten der Natur im Bild einzufangen: herrliche Landschaften, faszinierende Tiere und Pflanzen, verborgene Welten. Doch die Fotos sollen mehr sein als eine Dokumentation der Vielfalt und Schönheit. Anliegen der Delphos ist es, dem Betrachter die Faszination der Natur zugänglich zu machen, Begeisterung zu wecken und ihn dafür zu gewinnen, das „Wunder Natur“ zu schützen und zu erhalten. Mehr Fotos unter: www.delpho.de

Text: Michael Krabs

1 Kommentar » | Fantastische Bilder und ihre Geschichte

TEIL 5: Ablehnungsgrund: Unterbelichtung und Überbelichtung

16. November 2010 - 16:10 Uhr

Unterbelichtung

Moderne Kameras haben mittlerweile recht gute Belichtungsmesser, aber diese automatischen Sensoren arbeiten nicht immer perfekt und manchmal kommt es zu Unter- oder Überbelichtungen.

Sie können schon vor Ort beim Fotografieren die korrekte Belichtung Ihrer Bilder kontrollieren. Spiegelreflexkameras bieten auf dem Infomonitor (auf der Rückseite) die Möglichkeit, sog. Histogramme einzublenden (wie das geht finden Sie im Handbuch der Kamera). Ein Histogramm stellt die verschiedenen Helligkeitswerte im Bild in Abhängigkeit von Ihrer Häufigkeit dar.

Beispiel aus Photoshop, aus dem Tonwertkorrekturfilter, das Histogramm sieht auf dem Kameramonitor sehr ähnlich aus:

So ein Histogramm zu lesen ist nicht schwer. Die dunklen Helligkeitswerte sind links, die hellen rechts. Ein perfekt belichtetes Foto hat in der Regel weder am rechten oder linken Rand „Luft“ bzw. freien Platz. Die Höhe der „Berge“ gibt an, wie groß der Anteil eines bestimmten Helligkeitswerts im Bild ist. Das vorliegende Bild, das zu diesem Histogramm gehört, hat z.B. recht viele mittlere Helligkeitswerte. Es fällt sofort auf, dass der Gipfel ganz rechts, der die höchsten Helligkeitswerte markiert, deutlich nach links verrückt ist, es gibt also noch reichlich Platz zwischen dem Ende der Kurve und dem rechten Rand. Wenn Sie so etwas sehen, wissen Sie sofort, dass das Bild unterbelichtet ist.

Histogramm-Bild / Original:

Das Bild ist unterbelichtet und hat einen Farbstich (alles ist in Blau getaucht, auch wenn das vorherrschende Licht vielleicht blau war, ist es doch zu blau!).

Merke: Kontrollieren Sie bei schwierigen Lichtverhältnissen das Histogramm des Fotos an Ihrer Kamera, wenn das Histogramm auf der rechten Seite Platz zum Rand hat, liegt eine Unterbelichtung vor.

Wenn Sie eine Unterbelichtung bemerken, können Sie an Ihrer Kamera die Belichtungskorrektur benutzen. Wählen Sie eine positive Korrektur, z.B. +2/3 und fotografieren Sie das Motiv erneut. Kontrollieren Sie danach die Belichtung und korrigieren Sie ggf. nochmal, bis die Belichtung stimmt.

Was aber tun, wenn Sie erst zu Hause bemerken, dass das Bild unterbelichtet ist?

Sie können Unterbelichtungen begrenzt per Software korrigieren. Wenn Sie im RAW-Format fotografieren, lassen sich z.B. Fehlbelichtungen einfacher beheben. Sie können im RAW-Konverter nachträglich die Belichtung nach oben oder unten korrigieren ohne allzu große Verluste der Bildqualität zu erhalten. Es gibt eigene Schieberegler im Konverter, die allein dazu dienen, die Belichtung anzupassen. Sie brauchen nur wenig Einarbeitung, um herauszufinden, wie Sie die Fehlbelichtung korrigieren können.

Achtung: Wenn Sie unterbelichtete Bilder in der Belichtung korrigieren, also „heller“ machen, treten sehr schnell Artefakte und Bildrauschen in den zuvor dunklen Bildteilen auf. Hier hilft dann nur eine zusätzliche Entrauschung der betroffenen Bereiche. Achten Sie also bei Belichtungskorrekturen unbedingt auf Artefakte und Bildrauschen!

Was aber tun, wenn Sie nur im JPEG-Modus der Kamera fotografiert haben?

RAW-Konverter bieten in der Regel die Möglichkeit, JPEGs zu bearbeiten. Wenn Sie keinen RAW-Konverter haben oder damit nicht arbeiten wollen, bleibt Ihnen nur noch ein Bildbearbeitungsprogramm.

So können Sie Unterbelichtungen in Photoshop (andere Programme funktionieren analog) beheben:

Führen Sie eine Tonwertkorrektur durch. Das Menü dazu finden Sie unter Bild – Korrektur – Tonwertkorrektur. Wahlweise können Sie auch eine Einstellungsebene benutzen (diese bietet mehr Flexibilität).

Um die Belichtung zu korrigieren verschieben Sie das obere weiße Dreieck nach links, bis Sie näher an der Kurve sind. Sie können zusätzlich auch das graue Dreieck in der Mitte steuern, dieses beeinflusst den Kontrast. Der untere Regler steht für den Tonwertumfang und bestimmt, wie hell der hellste und wie dunkel der dunkelste Ton sein soll. Experimentieren Sie mit den Reglern und bekommen Sie ein Gefühl dafür, wie Sie die Regler verschieben müssen, um das Bild besser aussehen zu lassen.
Sie können natürlich auch eine Auto-Tonwertkorrektur versuchen, dazu gibt es die „Auto“ Schaltfläche. Hier korrigiert Photoshop automatisch die Tonwerte, allerdings empfehlen wir Ihnen die manuelle Korrektur zu verwenden.

Manchmal müssen Sie zusätzlich, zur Korrektur der Unterbelichtung, noch die Sättigung erhöhen, mit dem Kontraste-Regler Kontraste verstärken (zu finden unter Bild – Korrektur – Helligkeit/Kontrast) und entrauschen.

Histogramm-Bild / Korrektur:

Bei diesem Bild wurde folgende Bearbeitung gemacht:

- Tonwertkorrektur

- Sättigung erhöht (getrennt für den Himmel und die Gebäude)

- Kontrast verstärkt

- Fotofilter eingesetzt – die Gebäude wurden gezielt etwas wärmer gemacht (also weniger blau)

- Schatten in den Bäumen mit der Funktion Tiefen/Lichter leicht aufgehellt

- entrauscht, weil das Bild nach der Aufhellung ziemlich stark rauschte

Beispiel für Adobe Lightroom:

Hier sehen Sie eine Vorher/Nachher Ansicht in Lightroom. Solche unterbelichteten Bilder wie in diesem Beispiel werden relativ oft eingereicht. Das Bild links wirkt trüb, trist und viel zu kalt. In Lightroom wurde die Farbtemperatur des Bildes leicht erhöht, so dass das Bild mehr Gelbanteil erhält, um den kühlen Farbton zu entfernen. Dann wurde die Belichtung leicht nach oben korrigiert, der Kontrast erhöht und die Wiederherstellung benutzt, um die jetzt leichte Überbelichtung im Gesicht des Schafes zu korrigieren. Abschließend wurden noch Lebendigkeit und Sättigung erhöht. Alles in allem dauerte die Bearbeitung nur wenige Sekunden.

Beispiel Adobe Photoshop / Original:

Mit einer Tonwertkorrektur, gezielter Erhöhung der Sättigung der blauen und gelben Bildbestandteile, dem Werkzeug Tiefen/Lichter und einer Erhöhung des Kontrastes sowie abschließender Rauschreduzierung ergibt sich dann dieses Bild:

Beispiel Adobe Photoshop / Korrektur:

Mit wenig Aufwand lassen sich aus tristen Bildern Fotos machen, die lebendiger wirken und von der Bildredaktion auch angenommen werden!

Merke: Vermeiden Sie Unterbelichtungen direkt beim Fotografieren, indem Sie das Histogramm Ihrer Bilder kontrollieren. Fotografieren Sie im RAW-Modus, so können Sie hinterher einfach und schnell Fehlbelichtungen im RAW-Konverter korrigieren. Die Korrektur per Bildbearbeitung ist möglich, benötigt aber mehr Zeit und ist nicht so effektiv wie die Schieberegler im RAW-Konverter. Bei Korrekturen von Unterbelichtungen können schnell Artefakte und Bildrauschen entstehen, die unbedingt entfernt werden müssen. Bei zu starken Unterbelichtungen ist das manchmal nicht mehr möglich! Das Foto ist in diesem Falle verloren.



Überbelichtung

Zum Thema Überbelichtung gibt es im Prinzip das gleiche wie bei der Unterbelichtung zu sagen: kontrollieren Sie die Belichtung am LCD-Monitor Ihrer Kamera. Lassen Sie sich das Histogramm anzeigen. Ein überbelichtetes Histogramm sieht zum Beispiel so aus:

Charakteristisch für Überbelichtung ist, dass sich die Helligkeitswerte am rechten Rand des Histogramms sammeln. Hier sieht man gut, dass das Bild fast nur helle Tonwerte hat und weitere Tonwerte kaum vorhanden sind.

Hier das dazugehörige Foto:

Wie Sie sehen, ist das Bild stark überbelichtet, die Farben sind blass und ausgewaschen.

Sie können solche Überbelichtungen, wie auch schon die Unterbelichtungen, korrigieren, indem Sie vor Ort bei der Aufnahme exemplarisch die Belichtung am LCD-Monitor Ihrer Kamera kontrollieren. Zusätzlich zum Histogramm bieten Spiegelreflexkameras auch eine Überbelichtungswarnung an. Wenn Sie diese aktivieren sind Überbelichtungen sehr einfach zu erkennen: im Vorschaubild auf dem LCD-Monitor blinken überbelichtete Bildbereiche.

Sie müssen jetzt einfach nur eine negative Belichtungskorrektur durchführen z.B. -1 und machen Sie das Foto nochmal. Kontrollieren Sie erneut die Belichtung.

Wenn Sie erst zu Hause feststellen, dass ein Bild überbelichtet ist und Sie dieses Bild aber trotzdem gerne verkaufen möchten, so können Sie, wenn Sie im RAW-Format fotografieren, nachträglich im RAW-Konverter ganz bequem die Belichtung anpassen. Wenn die Überbelichtung nicht zu massiv ist, geschieht das sogar ohne Qualitätsverlust!

In Adobe Lightroom müssen Sie einfach nur den Schieberegler für die Belichtung ein wenig nach links verschieben. Wenn Sie jetzt noch am Kontrast, an der Sättigung und Lebendigkeit, sowie am Aufhelllicht (um dunkle Bildbereiche wieder leicht aufzuhellen) arbeiten und einen Verlaufsfilter auf den Himmel anwenden, um dem Himmel noch zusätzlich Farbe zu geben, können Sie in weniger als 30 Sekunden dieses Ergebnis erzielen:

Von der vorherigen Überbelichtung ist nichts mehr zu sehen.

Wenn Sie im JPEG-Modus fotografiert haben, kann Adobe Lightroom (andere Programme teilweise auch) trotzdem Ihr Foto bearbeiten. Sie müssen hier nur wissen, dass JPEG-Bilder nicht so viel Bearbeitungsspielraum wie RAW-Bilder aufweisen und viel schneller Artefakte und abgerissene Tonwerte im Bild auftreten.

Wenn Sie keinen RAW-Konverter besitzen (oder wenn die mit der Kamera mitgelieferte RAW-Software diverse Funktionen nicht aufweist), können Sie auch per Bildbearbeitungsprogramm Überbelichtungen korrigieren. Dies erfordert dann etwas mehr Handarbeit.

Wie das in Photoshop genau geht wird nachfolgend kurz erklärt:

1. Bild öffnen

2. Die Hintergrundebene mit dem Tastenkürzel STRG+J duplizieren, ansonsten verbirgt sich der Befehl dafür im Menü „Ebene“ und dort dann unter „Ebene duplizieren“

3. Die duplizierte Ebene aktivieren (einmal den Namen in der zugehörigen Palette anklicken) und dann in der Ebenenpalette den Kopiermodus (das Auswahlmenü links in der Palette) von Normal auf Multiplizieren ändern. Nicht erschrecken, wenn das Bild jetzt ggf. plötzlich viel zu dunkel sein sollte!

4. Jetzt einfach die Transparenz der multiplizierten Ebene ändern, bis man den gewünschten Nachbelichtungseffekt hat. Man kann jetzt die beiden Ebenen mit STRG+E zusammenführen.

5. Falls die schattigen Bereiche im Bild jetzt zu dunkel sind, starten Sie das Werkzeug Tiefen/Lichter, Sie finden es im Menü Bild, unter Anpassungen und dort Tiefen/Lichter. Sie sollten hier die erweiterten Optionen aktivieren. Für Tonbreite und Radius kann man als Startwerte sowohl bei Tiefen als auch Lichter 50 px und 100 px eingeben, bei der Stärke beginnen Sie bei 0. Die anderen Optionen bleiben unverändert. Dann bei den Tiefen allmählich die Stärke anheben. Sie sehen, dass nur die schattigen Bereiche heller werden. Falls auch andere Helligkeitsbereiche betroffen sind, müssen Sie einfach die Tonbreite reduzieren. Sie können zusätzlich die hellen Bereiche etwas dunkler machen, indem Sie bei den Lichtern die Stärke erhöhen. Aber Vorsicht! Gerade bei 8 Bit JPEGs kommen hier sehr schnell hässliche Artefakte ins Bild, weil versucht wird, Bildinformationen zu restaurieren, die nicht mehr vorhanden sind.

6. Falls Ihnen die Farben jetzt zu kräftig erscheinen (was beim Multiplikationsmodus passieren kann), einfach die Farbsättigung des Bildes ein wenig verringern.

Nochmal zur Betonung: Überbelichtungen von JPEGs zu korrigieren, ist nur eingeschränkt möglich! JPEGs besitzen oft nicht genug Bildinformationen, um überbelichtete Bildbereiche zur vollen Zufriedenheit zu korrigieren!

Am Beispiel oben können Sie sehen, dass bei JPEGs nur wenig Spielraum zur Bearbeitung vorhanden ist. Das linke Beispiel wurde nach der weiter oben erklärten Methode korrigiert. Schon jetzt tauchen leichte Artefakte im Himmel auf, sichtbar als Streifenbildung (bei der kleinen Bildgröße ist dies nur ansatzweise zu erkennen, auf 100% Bildgröße ist es deutlich zu sehen!). Die Artefakte können durch eine zusätzliche Nachbearbeitung (z.B. Himmel maskieren und Gaußscher Weichzeichner) noch entfernt werden.

Das Beispiel rechts wurde noch intensiver nachbearbeitet, um der Belichtung aus Lightroom nahe zu kommen. Jetzt sehen Sie massive Artefakte in Form von Streifenbildung im Himmel. Es handelt sich um sog. Tonwertabrisse. Es sind nicht genug Bildinformationen vorhanden, um den Farbverlauf im Himmel glatt darzustellen, stattdessen findet der Übergang von einem Farbton zum nächsten abrupt und sprunghaft statt. Dieses Bild ist unbrauchbar und lässt sich eigentlich nicht mehr reparieren. Und selbst in diesem Beispiel ist die Farbe des Himmels noch weit von der Version aus Lightroom entfernt! Fotografien Sie also am besten im RAW-Format!

Nicht immer sind Bilder komplett überbelichtet, häufiger noch kommt es vor, dass nur bestimmte Bildteile überbelichtet sind. Auch hier kann das RAW-Format helfen. Es gibt einen eigenen Wiederherstellung-Schieberegler, der durch Überbelichtung verlorene Bilddetails zurückholt. So etwas ist mit JPEGs fast gar nicht bzw. nur sehr eingeschränkt möglich.

Hier ein konkretes Beispiel:

Das weiße Gefieder des Schwans ist im linken Bild überbelichtet. Die Überbelichtung wurde  im rechten Bild wie folgt behoben: Der Wiederherstellung-Regler in Lightroom wurde nach rechts verschoben, der Regler für die Lichter der Gradationskurve etwas nach links bewegt. Zusätzlich wurde noch an der Sättigung, am Aufhelllicht und am Kontrast gearbeitet. Der ganze Vorgang dauerte weniger als 20 Sekunden.

Beispiel Photoshop

Wenn Sie versuchen, dasselbe Bild als JPEG in Photoshop (mit Tiefen/Lichter und/oder negativ multiplizieren einer Ebenenkopie) nachzubearbeiten, kommt leider nichts Brauchbares heraus, wie Sie am Beispiel Photoshop sehen können.

Das Gefieder konnte nicht wieder komplett hergestellt werden, es fehlt dem JPEG an Bildinformationen.

Solche Bilder werden abgelehnt! Meistens lohnt es sich nur dann, Überbelichtungen zu korrigieren, wenn Sie im RAW-Format fotografieren.

Übrigens ist eine (nicht zu starke) Überbelichtung überhaupt kein Problem, solange Sie im RAW-Format fotografieren. Wie Sie an den Beispielen hier sehen könnten, bietet RAW einigen Spielraum bei der Korrektur von Überbelichtungen. Es treten auch nicht so schnell Artefakte auf wie bei der Korrektur von Unterbelichtungen.

Zum Abschluss dieses Abschnitts noch ein weiterer Fall. Digitale Kameras sind für die verschiedenen Farbkanäle rot, grün und blau unterschiedlich empfindlich. So reagieren Digitalkameras sehr viel empfindlicher auf rotes Licht.

Dieser Effekt kann unter bestimmten Bedingungen dazu führen, dass Fotos mit roten Objekten bzw. rotem Licht zur Überbelichtung neigen, obwohl das Foto als solches laut Kamera korrekt belichtet wurde. Ganz besonders können Sie dies beim Fotografieren von Blumen beobachten. Es kann schnell passieren, dass eine rote Blume überstrahlt, der Rotanteil im Foto also überbelichtet ist.

Beispiel Rose 1

Bei diesem Motiv meldet der Belichtungsmesser der Kamera, dass das Motiv korrekt belichtet ist, allerdings ist der Sensor für rotes Licht viel empfindlicher, weshalb die Blume überstrahlt.
Wenn Sie rote Blumen und andere überwiegend rote Objekte fotografieren, sollten Sie also auf Überbelichtungen achten. Ein normales Histogramm, das nur Helligkeitswerte zeigt, hilft hier nicht immer weiter. Einige Kameras bieten Ihnen an, das Histogramm für den roten, blauen und grünen Kanal getrennt anzuzeigen. Wenn das Histogramm für den roten Kanal deutlich rechts zum Rand hin verschoben ist, ist der rote Farbkanal überbelichtet.

In diesem Falle nehmen Sie eine Belichtungskorrektur an der Kamera vor, z.B. -2/3, und kontrollieren danach nochmal das Foto.

Beispiel Rose 2

Sie können als weitere Möglichkeit, nachträglich in Lightroom, den roten Farbkanal gezielt korrigieren. Gehen Sie dazu zum Abschnitt HSL / Farbe / Graustufen im Entwickeln-Menü, aktivieren Sie die Option HSL, falls diese nicht bereits aktiv ist, und gehen Sie dann zu der Option für die Luminanz (Helligkeit).

Sie können dann den Schieberegler für den Rotanteil im Bild gezielt verschieben und so die Überbelichtung nachträglich korrigieren. Sie sollten hierfür idealerweise im RAW-Format fotografieren.

Screenshot aus Lightroom:

Merke: Sie sollten starke Überbelichtungen direkt beim Fotografieren vermeiden, indem Sie das Histogramm Ihrer Bilder kontrollieren und ggf. die Überbelichtungswarnung aktivieren. Fotografieren Sie im RAW-Modus, so können Sie hinterher einfach und schnell Fehlbelichtungen korrigieren. Leicht überbelichtete Bilder lassen sich in RAW-Modus praktisch verlustfrei nachbearbeiten. Die Korrektur von überbelichteten JPEGs per Bildbearbeitung ist nur eingeschränkt möglich, braucht sehr viel mehr Zeit und ist nicht so effektiv wie die Schieberegler im RAW-Konverter. Achten Sie bei roten Objekten und bei rötlichem Licht auf Überbelichtungen im roten Farbkanal und korrigieren Sie direkt in der Kamera oder nachträglich per Software.

Kommentieren » | Erfolgreich bei Zoonar Fotos hochladen

Ein unglaublicher Tag mit Marmorrochen!

8. November 2010 - 15:45 Uhr

Foto: Werner Thiele, Zoonar-Bildnummer: 30158

Marmorrochen gehören zu den schönsten Lebewesen der Erde. Engelsgleich gleiten sie mit grazilen Bewegungen durchs Meer. Faszinierende Tiere, die von Unterwasserfotografen gerne aufgesucht werden. Im Mai 2004 begab sich Werner Thiele in die Reviere der Marmorrochen auf Cocos Island, 586 km vor der Küste von Costa Rica im Pazifik.

Im Mai ist Regenzeit in Mittelamerika. Schon beim Flug von Mexiko nach Costa Rica reichten die Wolkentürme auf 6000 m. Danach wurden Werner Thiele und Kollegen nochmals 36 Stunden lang auf der Überfahrt mit dem Schiff nach Cocos Island von den Wellen gebeutelt. Kaum einer kommt zum gemeinsamen Abendessen. Wer tolle Bilder machen will, muss manchmal leiden!

Cocos Island ist schwer zu erreichen, doch die Überfahrt zu den fischreichen Gewässern vor der ehemaligen Pirateninsel lohnt sich. An einem Tag sieht man hier mehr Fische als in einer ganzen Woche am Roten Meer.

Das Tauchen klappte dann wie am Schnürchen. Das Wetter vor der Kokosinsel war schön wie in der Trockenzeit. Gleich nach dem ersten Eintauchen sah Werner Thiele eine Schule Hammerhaie. Es sind so viele, dass er sie nicht zählen kann! Die skurrilen Haie mit der hammerförmigen Schnauze an deren Enden sich die Augen befinden, haben erstaunliche Fähigkeiten. Sie sind nicht nur schneller, als viele ihrer Artgenossen, sondern auch meist vor anderen Haien an Orten, wo es Beute zu machen gibt. Die bizarre Kopfform ist ihr Erfolgsgeheimnis: Der “Hammer” erhöht die Manövrierfähigkeit und die Sinnesleistungen der Haie um ein Vielfaches.

Die insgesamt 30 Tauchgänge vor Cocos Island hatten es in sich. Werner Thiele gelangen wunderbare Aufnahmen von Delphinen, Schildkröten, Mantas, Riffhaien und riesigen Schwärmen. Doch sein größtes Erlebnis war ein besonderer Tauchgang zu den Marmorrochen. Schon beim Abtauchen bemerkte er dass sich diesmal recht viele Rochen im Wasser befanden. Kurz darauf umkreisten sich einige der Tiere in einer Art Paarungstanz. Ihre Körper leuchteten weiß gegen den dunkelblauen Ozean auf wenn der Scheinwerfer sie traf. Wunderbare Bilder!

Foto: Werner Thiele, Zoonar-Bildnummer: 30157

In der Unterwasserfotografie kommt es oft darauf an zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort zu sein. Erfahrung, Fachwissen und ein Quäntchen Glück gehören dazu. Werner Thiele (www.blueoceanphotos.com) ist seit 17 Jahren Unterwasserfotograf. Er war in mehr als 30 Ländern, hat eine nach ihm benannte Fischart entdeckt (lat.: Grammonus Thielei) und konnte 2005 den Sieg in der Kategorie Weitwinkel bei der Weltmeisterschaft der Unterwasserfotografen für sich verbuchen. Doch die Paarung der Marmorrochen ist das, wovon er als erstes berichtet, wenn man in nach seinen größten Taucherlebnissen fragt.

Werner Thiele

17 Jahre sind mittlerweile vergangen, seit Werner Thiele mit seiner ersten Kamera, in das kühle Nass der heimatlichen Tiroler Seen stieg. Seit dieser Zeit hat der Tiroler kaum eine Chance ausgelassen, sein immenses Talent hinter der Kamera bei Internationalen Fotowettbewerben unter Beweis zu stellen. Seit 1995 arbeitet Werner Thiele für verschiedene nationale und internationale Magazine. Die nächste Sprosse der Erfolgsleiter erklomm er mit der Firmengründung von Waterworld, die auf Vermittlung von exklusiven Tauchreisen spezialisiert ist. Werner Thiele ist erst 39 Jahre alt, aber in seinem Logbuch haben sich bereits über 6500 Tauchgänge in den verschiedensten Regionen der Welt angesammelt. Ein wenig sesshafter ist der rastlose Tauchprofi erst durch seine Heirat mit der Costaricanerin Hellen vor 10 Jahren Frau sowie die Geburt seiner Kinder Chiara (6) und Aragon (2) geworden. Einen Teil des Jahres lebt Werner Thiele aber nach wie vor „…zu Hause auf unserer Hacienda in Costa Rica“ wie er gerne erzählt.

Text: Michael Krabs

Kommentieren » | Fantastische Bilder und ihre Geschichte

TEIL 4: Ablehnungsgrund: Sensorflecken, Schmutz und Kratzer

4. November 2010 - 14:16 Uhr

Hier werden verschiedene Bildfehler zusammengefasst. Sensorflecken sind ein Phänomen bei digitalen Spiegelreflexkameras, während verschmutzte und zerkratzte Bilder ein analoges Phänomen sind und deshalb nur bei eingescannten Dias und Negativen auftritt.

Was sind Sensorflecken?

Eine Spiegelreflexkamera ist kein luftdichtes System. Es kann passieren, dass Luft und damit zwangsläufig auch Staub an den Bildsensor gelangt. Entweder wird Luft beim normalen Betrieb durchs Objektiv angesaugt (z.B. beim Verstellen der Brennweite) oder durch den direkten Objektivwechsel. Der Staub bleibt am Sensor haften und blockiert danach einen Teil der Pixel auf dem Sensor. Staubkörner sind recht klein und die Störenfriede sind deshalb erst bei kleineren Blenden und auf hellen Hintergründen erkennbar.

Ganz oft sind Sensorflecken auf dem Himmel im Bild zu finden. Bei strukturierten Motiven mit vielen Details hingegen werden Sie weniger Sensorflecken vorfinden und praktisch nie auf dunklen Hintergründen. Da Staubkörner auf dem Sensor sehr klein sind, werden Sie oft erst bei kleineren Blenden (größere f-Zahl) sichtbar. Machen Sie testweise bei Blende 32 ein Foto vom blauen Himmel über sich. Sie werden unter Umständen sehr erstaunt sein! Allerdings wird im normalen Fotoalltag die Blende 32 sehr selten verwendet.

Bei größeren Blenden sind die Flecken schwächer ausgeprägt, aber trotzdem noch sichtbar. Sie müssen nur etwas genauer nach Ihnen suchen.

Typische Beispiele:

Bild 1

Bild 2

Sensorflecken zeigen sich häufig erst bei 100% Ansicht, nur stärker ausgeprägte Flecken können Sie schon in Thumbnailgröße erkennen. Zur besseren Kenntlichmachung wurden im Bild 1 Pfeile eingefügt. Hier wird gezeigt, dass Sensorflecken manchmal auch nur schwach sichtbar sind. Im Bild 1 wurde eine Blende von 9 benutzt. Im Bild 2 wurde eine Blende von 22 verwendet und der Sensorfleck ist entsprechend stark ausgeprägt.

Dennoch ist es unerheblich wie schwach oder stark sichtbar die Flecken sind, denn in der Bildprüfung werden die Bilder in 1:1 Ansicht kontrolliert und solche mit Sensorflecken dann abgelehnt.

Moderne Spiegelreflexkameras werben mit automatischer Sensorreinigung. Diese mag einen gewissen Nutzen haben, schafft es aber nicht, den Sensor komplett staubfrei zu halten. Früher oder später muss sich jeder Besitzer einer Spiegelreflexkamera mit dem Thema Staub auseinandersetzen.

Wie kann man im Vorfeld Staubprobleme meiden?

- Wenn Sie Objektive wechseln, halten Sie die Kamera mit dem Bajonettanschluss nach unten, so dass von oben kein Staub in die Kamera rieseln kann.

- Führen Sie den Objektivwechsel zügig durch.

- Reinigen Sie den Sensor nach jeder Tour, ansonsten alle paar Wochen regelmäßig, mit einem speziellen Blasebalg. Diesen gibt es für ca. 15 Euro bei Fotohändlern und Warenhäusern mit Fotoabteilung.

Extrem hartnäckigen Staub können Sie ansonsten per Nassreinigung entfernen. Versuchen Sie diese aber nicht, ohne vorher eine entsprechende Anleitung gelesen zu haben. Bei unsachgemäßer Nassreinigung können Sie den Sensor beschädigen! Ansonsten führen auch viele Fotohändler und große Kamerahersteller so eine Sensorreinigung für Sie durch. Meistens sollte aber die Reinigung per Blasebalg reichen. Die Kamera hat hierzu einen manuellen Sensorreinigungsmodus, bei dem der Spiegel hochklappt und Sie direkten Zugang zum Sensor bekommen (Sie müssen das Objektiv vorher natürlich abschrauben). Halten Sie jetzt die Kamera mit der Öffnung nach unten, und pusten Sie nun vorsichtig mit dem Blasebalg ins Kameragehäuse, achten Sie darauf, auf keinen Fall den Sensor zu berühren, er könnte dabei beschädigt werden. Pusten Sie mehrere Male ordentlich und der Staub sollte danach entfernt sein. Die Kamera muss nach der Reinigung einfach nur ausgeschaltet werden, damit der Spiegel wieder herunterklappt. Erst jetzt setzen Sie das Objektiv am besten mit der Kamera nach unten zeigend wieder auf, und für die nächsten paar Wochen oder auch Monate, je nachdem, wie oft Sie Objektive wechseln, haben Sie jetzt staubfreie Bilder.

Wie entferne ich nachträglich Sensorflecken?

- Sie sollten Bilder, die Sie hochladen wollen, bei 100% Ansicht überprüfen.

- Achten Sie auf den Himmel und helle, eintönige Flächen. Hier zeigen sich die Flecken am ehesten, praktisch gar nicht hingegen auf dunklen Hintergründen und bei vielen Bilddetails. Diese Bildbereiche können Sie also bei der Suche nach Sensorflecken getrost aussparen!

- Sensorflecken lassen sich leicht und schnell im RAW-Konverter wie Lightroom oder in der Bildbearbeitung, z.B. Photoshop, entfernen:

Lightroom bietet den Bereichsreparaturpinsel (andere RAW-Konverter haben ähnliche Werkzeuge, die sich nur etwas in der Handhabung unterscheiden). Sie müssen lediglich den richtigen Pinseldurchmesser wählen (etwas größer als der Sensorfleck) und direkt auf den Fleck klicken. Lightroom sucht sich jetzt von selbst eine Quelle für den Bildbereich, der retuschiert werden soll. Sollte Ihnen der Quellbereich nicht gefallen, so können Sie den Kreis, der den Quellbereich kennzeichnet, einfach mit der Maus verschieben.

Der Vorteil der Nachbearbeitung in Lightroom – bzw. im RAW-Konverter – ist, dass das Entfernen des Sensorfleckes non-destruktiv erfolgt. Dies bedeutet, dass das originale RAW-Bild nicht verändert wird. Die Bearbeitungsschritte werden in einer eigenen Textdatei als Information abgelegt, die Lightroom dann entsprechend ausliest. Der Nachteil der Bearbeitung in Lightroom ist, dass Sie mitunter den Quellbereich manuell noch verschieben müssen, was einen zusätzlichen Arbeitsschritt bedeutet.

Bildschirmfoto aus Lightroom: Beispiel 1

Es wurde auf den recht groben Sensorfleck vom Beispiel 1 mit dem Bereichsreparaturpinsel geklickt. Der Quellbereich wurde von Lightroom schräg unterhalb des Zielbereiches gesetzt und nachträglich leicht nach oben verschoben. Lightroom entfernt den Sensorfleck perfekt.

In Photoshop benutzen Sie zur Entfernung der Sensorflecken ebenfalls den Bereichsreparaturpinsel. Dieser entfernt mit einem einzigen Mausklick Bildfehler. Die Pinselgröße sollte etwas größer als der Fleck sein, klicken Sie einmal auf den Fleck – und er ist verschwunden.

Der Vorteil in Photoshop ist, dass der Bereichsreparaturpinsel hier keinen extra zu konfigurierenden Quellbereich benötigt. Das Entfernen von Flecken und kleinen Bildfehlern kann unter Umständen sehr viel schneller als in Lightroom erfolgen.

Das Stempelwerkzeug können Sie, in anderen Programmen oder älteren Versionen von Photoshop, natürlich auch benutzt. Definieren Sie wie gewohnt zuerst einen Quellbereich und klicken Sie danach auf den Sensorfleck. Hinweis: Sie sollten, wenn möglich, den Reparaturpinsel dem Stempelwerkzeug vorziehen, da dieser nahtloser arbeitet und Flecken sehr schnell und effektiv entfernt.

Tipp: Wenn Sie bei einer, am selben Tag entstandenen, Bildserie einen Sensorfleck entdecken, ist die Wahrscheinlichkeit sehr groß, dass auf allen Bildern an genau derselben Stelle dieser Fleck auftritt. Es ist somit einfacher die Sensorflecken zu lokalisieren und zu entfernen, da diese die Position nicht ändern.

Wie sieht es bei Dias aus?

Diascans werden gerne von Staub- und Kratzern geplagt. Wenn Sie Dias heutzutage noch im Microstockbereich bzw. generell bei Agenturen unterbringen wollen, so stehen Sie in direkter Konkurrenz zu digitalen Daten. Dias müssen also staub- und kratzerfrei sein und dürfen nicht so stark rauschen bzw. das Filmkorn darf nicht zu stark sichtbar sein.

Für Diascans kommen professionelle Scanner in Frage, diese benutzen eine spezielle Staubentfernungstechnologie (ICE), die schon direkt beim Scannen Staub heraus rechnet. Ihre alten Dias mit einem 100 Euro Desktopscanner einzuscannen wird leider in der Regel nicht die erforderlichen Ergebnisse liefern. Solche Scans werden dann abgelehnt.

So sieht ein Dia aus, wenn es ohne ICE gescannt wurde:

Sie erkennen sofort die Staubflecken und sogar dicke Fusseln sind im Bild zu finden.

Info: Es gibt bei Zoonar ein eigenes Tutorial zur umfassenden Nachbearbeitung von Diascans! Hier sei nur erwähnt, dass gröbere Staubfäden weggestempelt werden können und Flecken im Hintergrund mit der Bereichsreparatur schnell beseitig sind.

Sie sollten sich merken, dass Diascans nur akzeptiert werden, wenn sie sauber sind, die Bildschärfe stimmt und das Filmkorn nicht zu dominant ist. Was früher noch akzeptabel war, hat im Zeitalter der absolut sauberen Digitalfotos einen schweren Stand.

Falls Sie hochwertige Analogfotos haben, können Sie einen Scanservice in Anspruch nehmen oder aber Sie kaufen sich einen gebrauchten Profifilmscanner und verkaufen diesen wieder, wenn Sie ihre Dias gescannt haben. Neue Filmscanner kosten mehrere tausend Euro, sollten also nur angeschafft werden, wenn sie regelmäßig genutzt werden.

Kommentieren » | Erfolgreich bei Zoonar Fotos hochladen