Kapitel 8: Gegen das Licht

Normalerweise fotografiert man nicht gegen die Sonne, es sei denn, man wünscht sich einen Scherenschnitteffekt für sein Bild. Es gibt aber Situationen wo es ratsam ist, gegen das Licht bzw. teilweise gegen das Licht zu fotografieren und zwar bei Porträtaufnahmen im Freien.

Früher hat man es bei den Urlaubsfotos oft so gehalten, dass der Fotograf die Sonne im Rücken hatte und die Familie in die Kamera lächelte… nur, dass das auch mal gequält aussehen konnte, weil nämlich die Sonne den Personen direkt ins Gesicht schien und sie die Augen zusammenkneifen mussten. Es ist keine gute Idee, Personen so aufzustellen, dass sie genau in die Sonne blicken.

Je nachdem welchen Effekt man will, ist es ratsam die Sonne seitlich stehen zu haben oder aber im Rücken der Person, man muss dann gegen die Sonne fotografieren. Macht man jetzt ein Foto wird man hinterher entsetzt sein. Die Person ist furchtbar unterbelichtet. Die Kamera hat auf den hellen Himmel belichtet und wählt eine entsprechend kurze Verschlusszeit. Man kann jetzt die Messmethode der automatischen Belichtung ändern und z.B. zur Spotmessung greifen, dann ist die Person korrekt belichtet, aber der Himmel furchtbar überbelichtet.

Besser ist es deshalb, einen Aufhellblitz zu benutzen. Es wird dabei ganz normal auf den hellen Himmel belichtet, der Aufhellblitz sorgt dann dafür, dass die Person, die man fotografiert, nicht als Silhouette auf dem Foto endet, sondern korrekt ausgeleuchtet wird.

Bei einer DSLR steht der Aufhellblitz nicht im Automatikmodus und ebenfalls nicht im Programm-Modus „P” zur Verfügung. Man muss also im Zeit- oder Blendenautomatikmodus arbeiten, der manuelle Modus geht selbstverständlich auch. In diesen drei Modi dient der Blitz als unterstützende Lichtquelle, er hellt die Szenerie auf, im Gegensatz zum Automatikmodus, wo der Blitz als alleinige Blitzquelle dient, was dann oft Fotos unnatürlich oder auch totgeblitzt wirken lässt, vor allem wenn man den eingebauten Blitz verwendet und keinen externen.

Hier als Beispiel ein Foto einer Statue, einmal ohne und einmal mit Aufhellblitz. Die Sonne befand sich schräg rechts hinter der Statue.

21_gegenlicht.jpg   22_gegenlicht_aufhellblitz.jpg

Kategorie: Tutorial 3 Kommentare »

3 Reaktionen zu “Kapitel 8: Gegen das Licht”

  1. Renate Krafft

    Oh schade! Ich hatte immer gehofft, es gäbe ein besonderes Tool dafür, das ich noch nicht kenne.
    Das Problem habe ich ständig bei Gebäude- und Landschaftsaufnahmen, wenn ich nur begrenzte Zeit an einem Ort bin. Ein Wechsel des Standortes bringt meistens unattraktive Perspektiven, so daß ich meist Kröten zwischendurch schlucke, wenn mir ein Motiv wichtig ist. Bei “verfügbaren” Motiven reicht dann schon ein Wechsel der Tageszeit aus, um gute Lichtverhältnisse zu erhalten.

    Lieben Gruß Renate

  2. Joachim

    Hallo,

    hat eigentlich nix mit dem Beitrag zu tun aber ich würde mir für Zoonar eine bessere Bildvorschau (Farboptimierung) wünschen. Wenn man die Bilder bei Zoonar anklickt sehen sie oft fade, müde, kraftlos und unscharf aus. Das liegt nicht an der kleineren Größe der Bilder sondern an der Software. Bei dem Programm Bridge z.B. sehen meine Bilder extrem besser aus, auch verkleinert. Auch bei anderen Stock Anbietern sehen sie leider viel besser aus. Ich bin von Zoonar begeistert aber hier besteht dringend Nachholbedarf.

  3. Petra Kukofka

    Hm, ich finde die Farbwiedergabe hier eigentlich ziemlich in Ordnung.


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