Bildablehnung durch die Zoonar-Redaktion

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Zoonar hat das beigefügte Bild (Original 6,11 MB) am 4.3. abgelehnt, weil es die Qualitätsanforderungen nicht erfüllt. Ich möchte gern Ihr Angebot wahrnehmen und im Rahmen der Bildbeurteilung um eine nähere Erläuterung zu bitten. Ich stelle Ihre Entscheidung nicht in Frage, ich möchte sie vielmehr nur nachvollziehen können. So kann ich beispielsweise keinen Mangel in der Schärfe erkennen, die Belichtung ist gleichmäßig und alle Details sind m. E. bis in die Randbereiche gut zu erkennen. Der Aufbau entspricht der gewünschten Aussage des Bildes.

Wenn der Mangel nun im Inhalt bestehen sollte (eine Zeitung mit aktuellen Wechselkursen, einer 20-Dollarnote und dem entsprechenden Betrag in Euro, 13,33 €), so verstehe ich natürlich, dass solche Bilder höchstwahrscheinlich öfter vorkommen und in Ihrem Portfolio bereits vertreten sind. Ich habe das Bild gleichwohl gemacht und eingereicht, weil es genau in diesem Arrangement eine hohe Aktualität hat und ein Top-Thema ist. Am 27.8. wurde das Umrechnungsverhältnis Euro Dollar von 1:1,50 erstmals überschritten (also 20 US-$ = 13,33 Euro), Dies ist von hoher Relevanz in der Wirtschaft und ich hatte mir vorgestellt, dass der eine oder andere Redakteur aus wirtschaftsorientierten Branchen oder Publikationen an einer bildhaften Darstellung des Themas interessiert sein könnte. Es mag natürlich sei, dass aktuelle Fotos für Ihre Kundenstruktur nicht so relevant sind.

Mit freundlichen Grüßen,
Michael Möller

Kategorie: Allgemein, Warum wurde mein Bild abgelehnt? 13 Kommentare »

13 Reaktionen zu “Bildablehnung durch die Zoonar-Redaktion”

  1. michaelkrabs

    Lieber Herr Möller,
    unser Ablehnungsgrund “Entspricht nicht unseren Qualitätskriterien” wird oft mißverstanden, weshalb wir die Ablehungsgründe in Kürze auch konkretisieren werden, damit Sie als Fotograf unsere Beweggründe besser nachvollziehen hönnen.

    Es sind in diesem Fall keineswegs technische Komponenten des Bildes gemeint. Wäre das Bild unscharf gewesen, hätte ich diesen Ablehungsgrund gewählt. Rein technisch gibt es wenig auszusetzen, außer vielleicht, dass das Bild etwas dunkel erscheint, aber das hält sich noch im Rahmen.

    Vielmehr ist es so, dass wir mit Motiven dieser Art in letzter Zeit regelrecht überschüttet werden. Geldscheine und Geldstücke in diversen Variationen, auch Bunstift-Freisteller oder Scrabble-Wortvarianten bekommen wir fast täglich, nur um mal einige Beispiele zu nennen. Entsprechend wählerisch werde ich dann natürlich mit der Zeit und nehme bei solchen Motiven nur noch Top-Motive an. Immerhin hatte ich ja auch von Drei von Vier Motiven dieser Art akzeptiert, was also gar keine schlechte Quote ist.

    Was mir konkret an diesem Bild nicht gefallen hat, ist neben dem leichten “Grautouch” die Bildkomposition. Der abgeschnittene Geldschein unten und die Lage der Münzen. ich hätte die Münzen noch weiter nach oben links “geschoben” und im Photoshop den Hintergrund etwas aufgehellt und die Geldscheine und Münzen verdunkelt um mehr Kontrast zu erzeugen. So wirkt das Bild einfach etwas belanglos und würde – bei der Konkurrenz – sicher nicht ausgewählt werden.

    Wäre es ein Bild mit Seltenheitswert gewesen, beispielsweise kenianische Geldscheine, hätte ich es sicher akzeptiert. Das Angebot bestimmt in diesem Fall auch etwas die Nachfrage der Bildredaktion, wobei ich aber sagen muss, dass ich ein wirklich gelungenes Bild niemals ablehnen würde, nur weil wir schon ähnliche Bilder haben. Denn Fotografen kommen und gehen und gute Bilder hat man nie genug.

  2. matthi

    Ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich das Thema “Wechselkurs” auch nur schwer in dem Bild erkennen kann. Dass es um € und $ geht, ist unschwer zu erkennen.

    Dadurch das der $ aber in die € “eingebunden” ist, wird er bildlich eben nicht so zu diesen in´s Verhältnis gesetzt. wie es das Thema “Wechselkurs” evtl verlangen würde.

    Ein sicherlich viel prägenderes Bildsymbol wäre ein klassische Waage gewesen, in deren einer Waagschaale sich 2 € befinden würde, und in der anderen eben dann 1,5$

    Meiner Meinung nach, hätte man sich hier bildlich um eine wie auch immer geartete klare Trennung von € und $ bemühen müssen, statt den $ zwischen €-Münzen und €-Schein abzubilden

    Und selbst wenn man da noch das Thema Wechselkurs mit viel Phantasie und durch Ausschlussverfahren, nach dem Motto: “Was soll das sonst?”, herauslesen könnte, so ist s doch eben nicht af den ersten Blick erkennbar, und noch viel weniger das konkrete Verhältnis 1 : 1,5.

    Und das war ja das, was hier dargestellt werden sollte, und in Tageszeitungen etc muss sowas auf den allerersten Blick den Weg zum Leser finden, deshalb nutzen die ja Bildmaterial

  3. Manfred Grebler

    Hallo!
    Abgesehen von den Anmerkungen von Herr Krabs etwas eher prinzipielles zu dem Bild:
    Als Symbolbild für den Kurs von 1,50 erscheint es mir nicht so günstig, da dieser Fakt nicht ins Auge springt. Niemand wird die ganzen Münzen zählen, nachrechnen und dann sagen: “Achso, die 1,50 Grenze.”
    Wenn dann würde ich das umgekehrt und damit offensichtlich machen: Also zum Beispiel 2x 5-Euro-Scheine und 3x 5-Dollar-Scheine.

    Viele Grüße
    Manfred Grebler

  4. matthi

    Der Fairness halber möchte ich ausdrücklich darauf hinweisen, dass Manfred Grebler seinen Kommentar ohne Kenntnis meines Kommentars eingestellt hatt, da der meinige im Gegensatz zu seinem, erst noch freigeschaltet werden musste.

    Anyway, wenn zwei in der inhaltlichen Kritik bezüglich eines Bildes dermassen übereinstimmen, kann diese so falsch ja nicht sein.

  5. Pixelmania

    Zu diesem hier dargestellten Foto möchte ich jetzt keine Aussage machen, m.E. wurde alles notwendige gesagt.

    Allerdings möchte ich die Gelegenheit nutzen, grundsätzlich zu diesem Thema Stellung zu beziehen.

    Ich bin der Meinung, daß nun der Zeitpunkt gekommen ist, die Kriterien für die Bildauswahl zu verschärfen.
    Es existieren mittlerweile hunderte mehr oder weniger gut etablierter Adressen zum Verkauf digitaler Fotos im Netz, und das in verschiedenen Preissegmenten.

    ZOONAR ist hier zweifellos im mittleren bis höheren Segment einzustufen, das bedeutet wiederum, daß der Kunde für diesen höheren Preis auch mehr erwarten kann. Dies kann sich sowohl auf Service, Geschwindigkeit beim Suchen etc. und natürlich nicht zuletzt auf die Qualität der Fotos stützen.
    Diese wünschenswerte “Politik” kann ich hin und wieder nicht ganz nachvollziehen. Ich habe gerade eben nur mal eben in die “neuen Bilder” hineingeklickt und mir sprang sofort das Foto Nr.307489 in´s Auge. Da muss man sich doch fragen, welche Merkmale hier nun einen Käufer einer evtl. Bildredaktion o.ä. bewegen mag, zu kaufen…?

    Hier fehlen grundsätzliche Dinge wie Bildgestaltung, aussagefähiger Titel,Beschreibung und m.E. auch Qualität und Attraktivität hinsichtlich des Motivs in dieser Preisgruppe. Ein derartiges Foto ist mindestens in dieser Qualität (oder besser) im Netz für 50 Cent zu haben.
    Der Fotograf dieses Fotos möge mir verzeihen und das ist auch sicher keine persönlich gemeinte Kritik, immerhin fängt jeder ´mal an.
    Außerdem ist dies nur ein Beispiel von hunderten hier.

    Und genau deshalb schreibe ich das jetzt hier, da ich der Meinung bin, daß ZOONAR jetzt mit einem Stock von etwa 250.000 Fotos so weit sein muss, sich durch verschiedene qualitative Merkmale in diesem Preissegment herausheben zu wollen.
    Aktuell erscheint mir der Verkaufsverlauf insgesamt noch nicht so erfreulich, aber die Seite ist ja auch noch jung und es macht mir trotzdem viel Spaß hier – nur um das mal klarzustellen.

    Aber so langsam aber sicher müsste man vielleicht langsam in eine qualitative Richtung drehen, die dem Preis gerecht wird. Oder sehe ich das völlig falsch…??

  6. michaelkrabs

    Eigentlich ist das von Ihnen gewählte Bild ein gutes Beispiel. Es zeigt eine unscheinbare Pflanze, die von der Bildkomposition her nichts hermacht. Doch genau dies ist der große Irrtum vieler Bildredaktionen bei Agenturen aber auch bei Fotografen. Den Wert eines Bildes bestimmt nicht nur der Faktor Bildqualität. Er ist eine Kombination aus Bildqualität x Seltenheit x Nachfrage.

    Ich verkaufe nun seit über 12 Jahren Bilder an Kalenderverlage für Printmedien und über Agenturen im In- und Ausland. Glauben Sie mir bitte, dass ich weiß, was nachgefragt wird und was nicht. Ich habe schon hässlichste Motive für hohe Preise verkauft.

    Das bedeutet natürlich nicht, dass ich jedes Bild annehmen würde. Es muss sich schon um eine seltene Pflanze oder einen bestimmten Farbton (Stimmung) handeln.

    Hinzu kommt, dass Fotos von selten fotografierten Pflanzen, Tieren oder Objekten auch bei geringerer Qualität eine Chance haben. Hier kommt es darauf an, dieses Bild zu besitzen.

    Wäre es eine Sonnenblume, hätte ich das Bild abgelehnt, denn Sonnenblumen erhalten wir in Massen, so dass ich sehr hohe Qualitätsansprüche stellen kann, bei seltenen Pflanzen sieht es aber anders aus.

    Davon abgesehen gebe ich Ihnen durchaus Recht. Schon allein dadurch, dass wir vieles bereits haben und der Faktor Seltenheit immer seltener zum Tragen kommt, steigen die Qualitätsansprüche. Und die Klagen der Fotografen über unsere “viel zu harten Selektionen” nehmen in letzter Zeit deutlich zu. Es kommt da wohl immer auf den Blickwinkel an.

    Sie sollten uns noch Zeit geben. Diesen Monat sind die Verkäufe bereits wieder angestiegen. Es geht langsam aber stetig voran.

  7. matthi

    Solange hier nach wie vor @-Zeichen und Konsorten aufgenommen werden, die dann für bis zu 100EUR (Standard)
    in Einzellizenz gekauft werden sollen, mach ich mir über Pflanzen noch lange keine Sorgen…

    In Anbetracht des Gestaltungs”aufwands” ist sowas maximal “Discount”, wobei ich mir gut vorstellen könnte, dass der Bestellvorgang bei zoonar länger dauert, als das “nachzubasteln”, wenn denn wider Erwarten wirklich jemand so etwas braucht.

    Zudem hat er dann noch die Chance, den Hintergrund in seiner Traumfarbe zu erhalten, oder stehen etwa noch weitere Varianten in´s Haus ???

    Rot, Gelb, Braun; alles wäre möglich, an dieser Stelle könnte man dann richtig kreativ werden… :D

    Nach dem Motto: 1000 @ == 5% mehr Provision !!!

    In einem Kalender “sehe” ich so etwas jedenfalls nicht…oder ?!?!?!?

    “@…$ € & %…..Wehret den Anfängen”

  8. michaelkrabs

    Da liegen Sie aber stark daneben, wahrscheinlich weil Sie zu sehr von sich ausgehen. Solche fertig gestalteten Hintergrundmotive werden tatsächlich gut verkauft. Bei einigen Agenturen findet man solche Bilder sogar unter den Top-Sellern. Manche Leute brauchen dafür eben nicht eine Stunde sondern mehrere Tage, wenn Sie keine Photoshop-Kenntnisse haben. Und das sind sicher 95% der Kunden.

    Preislich gehören solche Sachen natürlich in den Bereich Budget. Dann kostet das Bild fürs Internet gerade Mal 2.- Euro. Insofern stimmen Ihre Argumente nur, wenn jemand das Hintergrund-@ im Bereich Premium einstellt. Das macht dann natürlich keinen Sinn.

  9. matthi

    Da liegen Sie aber stark daneben, wahrscheinlich weil Sie zu sehr von sich ausgehen.

    Klar, ansonsten kann ich auch von Hinz und Kunz ausgehen, und der kauft wahrscheinlich bis zum Klingelton runter alles

    Solche fertig gestalteten Hintergrundmotive werden tatsächlich gut verkauft. Bei einigen Agenturen findet man solche Bilder sogar unter den Top-Sellern

    Gegen knallharte Verkaufszahlen kann und will ich nicht andiskutieren.

    Manche Leute brauchen dafür eben nicht eine Stunde sondern mehrere Tage, wenn Sie keine Photoshop-Kenntnisse haben. Und das sind sicher 95% der Kunden.

    Gut, dass wusste ich nicht. Wahrschinlich bin ich bisher fälschlicherweise davon ausgegangen, dass sich zoonar mehr auf den “Bildprofi” ziehlt, der sowas in 5 Minuten macht.

    Das mag aber daran liegen, dass die website von zoonar momentan total Fotografenzentriert/-orientiert ist

    sprich, man findet an allen Ecken und Enden was über die Vorteile, die zoonar Fotografen bietet, über Möglichkeiten die Provision zu steigern, etc…aber für den Kunden ??

    “Warum zoonar” wird aktuell nur für den Fotografen beantwortet, dass ist ja schon ein Dingens, und ist mir bisher auch nicht aufgefallen, bin wohl auch da wieder zu stark von mir ausgegangen .. ;)

    Aber Spass beiseite, da ist noch echtes Entwicklungspotential

    Mit dem stetig wachsenden Stock und der wohl auch wachsenden Kundzahl, wäre es dann evtl auch mal an der Zeit, die Kunden gleichberechtigt in zoonar aufzunehmen, denn ohne die wird´s kein Geschäft

    dann wäre auch vielen vieles klarer, und auch ich würde jedes weitere @ mit einem grossen “Hurra” begrüssen, in der Hoffnung, als “Trittbrettfahrer” mal eine Tages von den erwähnten 95% zu profitieren

  10. Manfred Grebler

    Es ist ja nichts Neues, daß ich grundsätzlich auch für eher hohe Qualitätsstandards bin. Das besagte Blumenbild empfinde ich jetzt auch nicht als das Negativbeispiel schlechthin ;-) (Wenn man nur wüsste, welche Pflanze das ist… – Altes Thema!) Und ich glaube die Aussage von Herrn Krabs sofort. Man muß nur mal einige Zeit im Alamy Forum lesen. Da gibt es immer wieder Aussagen der Art “Eigentlich war es mir fast peinlich, das Bild hochzuladen. Und dann wurde es für 500$ verkauft.” Der Erfolg von Alamy beruht ja nicht zuletzt darauf, daß keine inhaltliche Bildkontrolle stattfindet und man dort fast “alles” finden kann. (Wenn man es findet, aber das ist auch dort ein anderes Thema.)

    Was die Fotografen-Lastigkeit von Zoonar betrifft: Es ist mir in der beschriebenen Art zwar noch gar nicht aufgefallen, aber was meines Erachtens in diese Richtung passt: Die Startseite von Zoonar sieht in meinen Augen eher wie eine “Foto-Community” als eine Bildagentur aus. Aber ich denke, dazu schreibe ich Herrn Krabs mal eine E-Mail wenn ich Muse dazu habe.

  11. michaelkrabs

    Naja, zuerst muss man Fotografen überzeugen, sonst hat man nichts zum anpreisen. Nun bauen wir aber nach und nach das Marketing auf. Das läuft allerdings über andere Kanäle. Die Bildsucher lesen nicht lange auf der Seite rum, alles was sie dort finden ist eher für Fotografen. Bildkäufer gehen zur Suche, tippen etwas ein, schauen auf den Preis und kaufen oder verschwinden. Mehr passiert da selten. Viele rufen auch an. Wir bieten hier meist einen sehr großzügigen Service an, von der Bildretouche bis zum Entrauschen, auch thematische Lightboxen werden erstellt (einige sehen Sie auch Online). Die waren dann für konkrete Projekte.

    Aber es wird mit Sicherheit noch einen Umbau der Startseite sowie spezielle Landing-Pages für Bildkäufer geben. Das haben wir bereits auf dem Zettel.

    Ein wenig mehr Kommuniktion und Beteiligung ist bei Zoonar aber durchaus gewollt, das wollen wir auch in Zukunft beibehalten.

  12. Jorge22

    >> Wir bieten hier meist einen sehr großzügigen Service an, von der Bildretouche bis zum Entrauschen

    Ich dachte, diese Tätigkeitn müssen vom Fotografen schon vorab erledigt werden?
    Der Kunde will ja nicht ein verrauschtes Bild kaufen und es dann von Zoonar “nachbessern” lassen…

  13. michaelkrabs

    Für Spezialprojekte reichen die üblichen Maßnahmen der Fotografen aber meist nicht aus. Vor etwa zwei Monaten musste ich einen Scan so aufbereiten, dass er als Plakatwand auf einer Messe tauglich war. Da habe ich rund eine Stunde dran gesessen. Bei einer so extremen Interpolation ist es leider meist erforderlich hinterher Artefakte und Bildrauschen manuell zu entfernen. Ich finde das ist schon ein guter Service. Das bieten wir aber natürlich nur dann an, wenn es nötig ist.


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