Bildbeschriftung
Hallo Herr Krabs,
was meines Erachtens im Blog oder sonstwo auf Zoonar mal (wieder) erwähnt werden sollte, ist das Thema Bildbeschriftung: Ich klicke immer wieder auf Bilder von Fotografen, wo abgesehen von einem knappen Bildtitel keinerlei Bildbeschreibung vorhanden ist. Ein Bildkäufer kann die Stichworte nicht sehen. Daher muß unbedingt auch aus der Bildbeschreibung ersichtlich sein, was da eigentlich fotografiert wurde.
Niemand wird ein Bild von (zum Beispiel) einem Fernsehturm kaufen, wenn nicht dabeisteht, welcher Turm das überhaupt ist. (Die berühmten “W”s…) Geschichten zur Bildentstehung (“ich stand 3 Stunden im Regen…”) sind hingegen überflüssig ebenso wie Angaben zur Kameraausrüstung
Viele Grüße
Manfred Grebler
Kategorie: Fotografen-Tips 9 Kommentare »



am 15. Februar 2008 um 19:35 Uhr | #
Hallo Herr Grebler,
wie Recht Sie haben! Ich erlaube mir daher mal Ihre Mail Online zu stellen. Ich habe das bereits mehrfach im Newsletter erwähnt, aber es hat wenig genützt.
Hinzu kommt noch, dass unsere Bildtitel auch von Google & Co. “gefressen” werden. Je genauer die Beschriftung, desto eher gibt es dann klicks über die Online-Suchmaschinen, vor allem bei seltenen Objekten oder Motiven.
Wer`s nicht glaubt, bitte einmal “baitball” bei Google in die Suchmaske eingeben und den (momentan) sechsten Link auf der Trefferseite 1 beachten. So sieht das dann aus und auf diesem Weg gelangen tatsächlich Käufer zu uns…
gruß,
Michael Krabs
am 21. Februar 2008 um 11:38 Uhr | #
Hallo Herr Krabs,
warum ist es eigentlich nicht möglich, dass die Käufer die Keywords sehen, wie es in anderen Agenturen auch ist?
Wenn man sehr ausführlich verschlagwortet, hätten die Kunden mehr davon als von einer spärlichen Beschreibung und man könnte sich diese dann sparen.
Weil so wie bisher ist es schon mit sehr viel Arbeit verbunden.
lg
Johanna Mühlbauer
am 21. Februar 2008 um 11:56 Uhr | #
Von welchen anderen Agenturen sprechen Sie? Bei allen Mid- und Makrostockagenturen die ich kenne und die gut verkaufen gibt es auch Bildüberschriften? Den Käufer zuzumuten, sich aus den einzelnen Keywords eine Überschrift zu basteln käme für uns jedenfalls nicht in Frage. Einige Bilder haben ja bis zu 200 und mehr Stichwörter. Das finde ich dann nicht mehr Kundenfreundlich. Und der Kunde soll nunmal König sein, nicht der Fotograf.
Ich möchte Ihnen mal ein Beispiel zeigen.
Wenn Sie auf den unteren Link drücken, sehen Sie ein tolles Leuchtturmbild ohne genaue Beschreibung. Der Kunde erfährt den genauen Standort nicht. Er könnte sich aus den Keys nur “Spanien” herauslesen, wenn wir diese anzeigen würden. Für sämtliche Printredaktionen ist dieses Bild daher nicht verwendbar, da hier immer eine exakte Bildunterschrift benötigt wird. Die Bildredakteure stehen zudem so unter Zeitdruck, dass sie niemals bei einer Agentur Bilder kaufen würden, wo Sie sich noch die Titel selber zusammenbasteln müssten.
http://www.zoonar.de/121468
Ich finde Ihren Vorschlag daher nicht so toll. Was aber nicht heißt, dass wir die Keywords nicht generell anzeigen könnten. In diesem Punkt gebe ich Ihnen recht. Wir werden wohl bald etwas ändern, damit sich die Fotografen hier besser austauschen können.
am 21. Februar 2008 um 13:42 Uhr | #
Hallo Frau Mühlbauer!
Ich gebe Ihnen Recht, daß bei vielen Agenturen die Stichworte für den Kunden sichtbar sind. (Allerdings geht der Trend eher in die gegenteilige Richtung, also die Stichworte NICHT allgemein sichtbar zu machen. Grund ist, daß eine gute Verschlagwortung durchaus auch Kapital bedeutet, und das Kopieren kompletter Verschlagwortungen mancherorts ein Problem ist.)
Dennoch kenne ich keine einzige ernsthafte Agentur, bei der es nicht zusätzlich eine Bildbeschreibung gibt.
Das ist schlichtwegs Standard im Bildgeschäft: Beschreibung PLUS Stichworte, so wie es der IPTC-Standard seit langem vorsieht. (In der Vergangenheit war es sogar eher andersherum. Da Redaktionssystme teils NUR die Beschreibung berücksichtigt haben, wurden sämtliche Keywords auch noch in die Caption kopiert. Natürlich auch nicht wirklich sinnvoll, aber aus der Not geboren…)
am 21. Februar 2008 um 17:12 Uhr | #
Hallo,
könnte man nicht beim Titel ein paar mehr Zeichen freigeben? Wenn man gleichzeitig den Titel in D und E angibt, wird es häufig eng.
Beste Grüsse
am 21. Februar 2008 um 17:36 Uhr | #
Mit den Keywords ist das so eine Sache.
Wenn ein Interessent z.B. eine bestimmte Rosen-Sorte sucht, wird er nicht “Pflanzen”, “Blumen”, “Natur” oder sonstwas eingeben, sondern den Namen dieser Sorte. Also kommt es nicht drauf an möglichst viele Suchbegriffe zu sammeln, sondern sich auf die wesentlichen zu beschränken oder nicht? Bei der Eingabe von Pflanzen bei Zoonar werden 1000-7 Bilder dargestellt…
am 21. Februar 2008 um 20:05 Uhr | #
Es gibt ja (um bei Ihrem Beispiel zu bleiben) nicht nur die Botaniker, die eine bestimmte Rosensorte suchen. Sondern andere suchen vielleicht irgendeine rote Rose, oder vielleicht sogar mal schauen, was gibt es an roten Blüten usw.
“Zu viele” Stichworte schaden eigentlich nicht solange sie korrekt und zutreffend sind. Was anderes ist es mit Assoziationen usw. – Irgendein Bild aus Italien allerdings mit “Pizza” und “Pasta” zu beschriften wäre schlecht. – Leider findet man solche weit hergeholten Verbindungen des öfteren bei so ziemlich allen Agenturen, welche die Verschlagwortung den Kunden überlassen. (“Keyword-Spam”)
am 22. Februar 2008 um 08:06 Uhr | #
Lieber Herr Krabs, lieber Herr Grebler!
Ich danke Ihnen ausdrücklich für das aufgegriffene Thema “Bildbeschreibung”.
Ich muss eingestehen, dass auch ich das bisher vernachlässigt habe und mich fast ausschließlich auf die Schlagworte konzentriert habe.
Mir war nicht bewusst, daß der Beschreibung ebenfalls eine derartige Bedeutung zukommt. Ich werde also viel zu tun haben hier in nächster Zeit…:-)
Zumindest den angesprochenen Leuchtturm habe ich so eben schon “gerade gerückt”, das war mir schon peinlich genug. Aber man lernt ja nie aus — Gott sei Dank…!
am 26. Februar 2008 um 11:02 Uhr | #
Ebenfalls danke, dass Sie nochmal auf die Notwendigkeit von Erklärungen hingewiesen haben.
Ich bin bisher auch schlampig damit umgegangen, habe aber gemerkt, dass manche Leute denken, meine Mischtechniken seien keine Handarbeiten, sondern durch Photoshopfilter durchgejagte Bilder.

Nun erkläre ich jede dieser Arbeiten. Natürlich nicht so ausführlich, dass ich meine Technik preisgeben würde.
Manchmal hängt man selber so im Thema drin, dass man den Wald vor lauter Bäumen nicht sieht.
Das ist mir aber erst letztes Wochenende klar geworden, als ich Künstler Kollegen beschreiben wollte, was ich da tue und wie die Bilder entstehen. Überall Fragezeichen. Klar eigentlich, dass es dem Betrachter hier genauso geht.