Zoonar Kamera-Lexikon
Wir haben unser Kamera-Lexikon um folgende Modelle erweitert:
Nikon D3
Nikon D300
Sony Alpha 700
Canon EOS 1D Mark III
Canon EOS 1Ds Mark III
Es fehlt noch die Sigma Sd14, weil wir noch kein Bild von dieser Kamera Online haben. Wird aber nachgeholt.
Fehlen noch interessante Kameras?
Kategorie: Technik 8 Kommentare »



am 5. Februar 2008 um 08:58 Uhr | #
Hallo Herr Krabs
Heute wurden Bilder eingespielt, die mit der Canon EOS-1Ds Mark II produziert wurden. Diese Kamera schafft 16 Megapixel. Meine (schwierige) Frage. Wie viel besser sind diese Bilder z.B. im Vergleich mit einer 9 Megapixel Kompaktkamera?
Zum Vergleich wurden zwei ähnliche Bilder ausgewählt und zwar Sonnenblumen Nr. 273022 (mit Canon)und Sonnenblumen Nr. 114349 mit Fuji.
Mit freundlichen Grüßen
Peter Himmelhuber
am 5. Februar 2008 um 12:24 Uhr | #
Lieber Herr Himmelhuber,
wenn man, um das Beispiel zu vereinfachen von der selben Gesamtzahl der Pixel ausgeht (sagen wir hier mal 9MPix) liegt der Unterschied hauptsaechlich in der Groesse/Flaeche des Sensors. Bei den meisten digitalen SLRs werden Sensoren in der sogenannte APSc-Groesse verwendet (auch die weichen noch voneinander ab), bei den meisten Kompakten ist die Flaeche erheblich kleiner (bis weniger als die Haelfte). Da die gesamtzahl der Pixel aber gleich bleibt sind bei diesen Chips die Pixel (der Ausdruck ist hier etwas irrefuehrend) erheblich kleiner. Das kann schon sehr schnell zum Bildrauschen und zu Unsauberkeiten in feinen Details fuehren. eigentlich ist es der selbe Vergleich wie zwischen konvetioneller Kleinbild- Mittelformat- und Grossbild-Fotographie. Wenn die Eingangsinformation sehr stark verkleinert werden muss, leidet die Qualitaet.
Der Vorteil der Canon ergibt sich also nicht (nur) aus ihrer hoeheren Pixelzahl, sondern hauptsaechlich aus der, im Vergleich zu einer kleinen Kompakten, viermal groesseren Chip-Flaeche.
Viele Gruesse
Hans Spindler
am 5. Februar 2008 um 14:00 Uhr | #
Lieber Herr Spindler
Vielen Dank für Ihre Informationen!
Dann ist das tatsächlich so wie früher als noch Dias verwendet wurden. Allerdings hatten da die Kleinbilder (KBs) durchaus fast die gleichen Verkaufschancen wie die Mittelformate, wenn das Motiv gepasst hat. Ein KB konnte z.B. auf eine Doppelseite einer Zeitschrift vergrößert werden. Allerdings haben die Bildredakteure/innen schon lieber zu den Großformaten gegriffen, wenn sie die Wahl zwischen einem guten KB und einem ebenfalls guten MF hatten. Das ist jetzt bei den digitalen Bildern anders. Da haben “Großformate” bzw. Megapixel-Bilder keinen Vorteil bei der Auswahl. Es kommt vorwiegend auf das Motiv an – vorausgesetzt die Schärfe, Farbe etc. sind in Ordnung. Für eine Abbildung bis DIN A 4 müssten die “kleinen” Bilder also jederzeit mit den Megapixel-Bildern konkurrieren können?
Mit freundlichen Grüßen
Peter Himmelhuber
am 5. Februar 2008 um 15:07 Uhr | #
Lieber Herr Himmelhuber,
was die rein mathematische Seite betrifft, ja. Fuer einen Offsetdruck im 60er Raster brauchen Sie 300DPI oder eigentlich 304,8
. Nur leider versagt hier die reine Mathematik. Wenn Sie so wollen, fotografieren wir mit der Kompaktkamera mit “grobkoernigem Material”, waehrend der Fotograf mit der Canon und dem Vollflaechenchip mit “Velvia 50″arbeitet.
Viele Gruesse
Hans Spindler
am 5. Februar 2008 um 16:31 Uhr | #
Lieber Herr Spindler
Vielen Dank für die wichtigen Informationen! Man meint immer, wenn man mit so einem Hosentaschen-Fotoapparat Bilder macht, dass die nun zweitwertig sind – im Vergleich mit den großen Maschinen, die andere um den Hals hängen haben. Aber offenbar kommt es doch nicht so sehr auf die Quantität an, sondern auf die Qualität bzw. auf die Gelegenheit, das Motiv, die Bildgestaltung usw..
Übrigens soll Sony in diesem Jahr eine Kamera mit 25 Megapixel-Chip auf den Markt bringen…..
Mit freundlichen Grüßen
Peter Himmelhuber
am 8. Februar 2008 um 02:23 Uhr | #
Ich weiss nicht, ob ich das richtig interpretiert habe, aber wenn Deine Fuji eine Kompaktcam ist und diese 9 MPix hat, ist das nicht so gut, als wenn sie nur 6 MP hätte.
Für kompakte gilt: alles +ber 6 MP bringt nichts als verschlechterung in der Bildqualität, das liegt an der physischen Grösse des Chips, da bei höhrer Pixelzahl diese so eng zusammenliegen, das sie quasi nicht mehr wissen, “wo links und rechts” ist.
Bei den DSLR gibt es übrigends auch ein solches limit, welches aber erst bei 32 MP erreicht ist, wenn ich es recht in Erinnerung habe.
Da ist also noch Luft nach oben…
am 8. Februar 2008 um 02:44 Uhr | #
PS:
Hier hast Du einen von unzähligen Beiträgen im web, der das Thema compactcam > 6MP behandelt…
http://6mpixel.org/en/
Im Prinzip ist das aber nichts neues sondern eigentlich “allgemin” bekannt.
Insofern beobachte ich schon seid geraumer Zeit den Pixelwahn bei den compacten nur noch mit Kopfschütteln.
Im übrigen ist es natürlich richtig, dass es beim Fotografieren auch auf die “Situation” ankommt, so wie auch auf die location etc…aber in der absolut identischen Situation etc würde natürlich das Foto der DSLR mit 16MP die der compacten mit 6 übertreffen, und die mit den 9 erst recht.
Aber sowas ist nur rein theoretisch, da nur im “Labor” absolut gleiche Bedingungen zum Vergleich vorhanden sind.
Ganz davon ab ist natürlich die Optik auch ein sehr entscheidender Punkt, fast noch wichtiger als die Anzahl der Pixel, und darauf hast Du bei compactcams natürlich null Einfluss, jedenfalls nicht nach dem Kauf…
Aber, und das sollte uns alle beruhigen:
Es wird immer jemanden geben, der ein besseres Equipment hat und insofern sollte man mit dem zufrieden sein, was man hat, und dieses dann einfach in den “richtigen” Situationen an den “richtigen” locations entsprechend benutzen.
Lass Dir dadurch also nicht den Spass verderben.
am 8. Februar 2008 um 08:31 Uhr | #
Hallo Matthi
Danke für Deine Tipps!
Die Fuji E900 ist angeblich mit einem besonderen Chip ausgestattet. Jedenfalls weisen alle Tests auf die gute Bildqualität hin. Auch im Zoonar Kamera-Lexikon ist eine positive Bewertung eingestellt. Für mich ist die kleine Kamera besonders auf den Baustellen wertvoll. Zudem kommen andere Kameras zum Einsatz.
Im Vergleich mit einer Canon Spiegelreflex eines Kollegen (z.B. EOS 350D) sind keine Qualitätsunterschiede hinsichtlich der Schärfe und Farbwiedergabe erkennbar (selbe Motive fotografiert und am Computer gesichtet).
Es kommt bei der Kamerawahl wohl auch immer darauf an, was und wo fotografiert wird. Für Pflanzenbilder z.B. oder Tiere ist eine Kamera mit starkem Zoom selbstvertändlich besser geeignet. Für sogenannte Schlussfotos werden neben digitalen Bildern auch noch Dias produziert, die angeblich 20 Megapixel haben und mit einem professionellen Scanner beliebig groß gezogen werden können. Jedenfalls weisen die Grafiker der Verlage darauf hin und verlangen gelegentlich die Dias für doppelseitige Veröffentlichungen. Sonst aber haben sich die digitalen Bilder weitgehend etabliert und zwar auch solche mit Konmpaktkameras bis zu einer bestimmten Druckgröße.
Mit freundlichen Grüßen
Peter Himmelhuber
P.S.: Der Markt macht eine weitere Entwicklung und Verbesserung erkennbar. Alleine Sony hat in den letzten Monaten 3 neue Modelle poduziert, so dass die heute gebräuchlichen vermutlich bald wieder überholt sein werden.